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Blog - Das neuste von VMF Studenten im Ausland....

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Zu unserer großer Freude engagieren sich auch die aktuellen Austauschstudenten_innen unserer Fakultät und helfen uns beim Ausbau dieser Seite. Einiger dieser Studenten_innen haben sich dazu bereit erklärt, uns an ihrem Alltag teilhaben zu lassen und werden immer wieder neue Erfahrungsberichte als Bloq veröffentlichen

Wir danken ganz herzlich für diese Einblicke und sind gespannt auf weitere spannende Geschichte aus dem Ausland.

 

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 Erster Bericht aus dem Erasmusjahr an der

École nationale vétérinare de Lyon

http://www.oniris-nantes.fr/typo3temp/pics/4e83ab2df1.jpg

[26.04.2014]

 

 

Erasmus in Frankreich – Mehr als Baguette, Käse und Wein

Gleich zwei Wochen nach dem Physikum ging es für mich in das 1300km entfernte Lyon, denn das Semester beginnt hier anders als bei uns schon Mitte September. Nun habe ich schon ein Semester geschafft; leider, denn die Zeit vergeht einfach viel zu schnell.

Begrüßt wurde ich von meiner Patin, einer Studentin aus dem dritten Jahr, die mir mein Zimmer im Studentenwohnheim gezeigt hat und mir bei allen sonstigen organisatorischen Herausforderungen zur Seite stand. Hier findet das gesamte Uni-Leben auf dem Campus statt, denn nicht nur das Lehrgebäude mit allen Sälen und die Kliniken befinden sich hier sondern auch das Studentenwohnheim, ein Rugby-Platz und jede Menge Pferdekoppeln. Die Veterinärmediziner sind nicht zentral in Lyon lokalisiert (im Gegensatz zur Fakultät in Leipzig) sondern in einem kleinen Vorort namens Marcy L’Etoile, der hauptsächlich aus der Uni, der Post, dem Bäcker und ein paar Häusern besteht. Sorgen muss man sich deshalb nicht machen, denn die öffentlichen Verkehrsmittel bringen einen in einer halben Stunden in das Herz von Lyon – und diese halbe Stunde ist es alle Mal wert. Lyon ist eine tolle Stadt mit mediterranem Flair, jeder Menge Cafés, Bars, Geschäften, einem riesigen Park und unzähligen Kirchen. Im Dezember konnte ich die Fête des lumières miterleben, bei welcher die gesamte Stadt wunderschön beleuchtet wurde, und es täglich verschiedene Spektakel und Feuerwerke zu sehen gab. Außerdem ist man hier nicht weit von den Alpen entfernt, sodass einem Wochenendausflug in die Berge zum Wandern oder Skifahren nichts im Wege steht.

An den Uni-Alltag gewöhnt man sich recht schnell, der Stundenplan besteht täglich aus Vorlesung und Seminaren. Hier hat allerdings jedes Matrikel seinen eigenen Hörsaal, zu welchem die Professoren für die Vorlesung kommen, was mich öfter an meine Schulzeit erinnert. Obwohl ich Französisch besser verstanden habe als erwartet, war ich am Anfang doch sehr damit beschäftigt, wenigstens alle Wörter der Professoren zu verstehen – geschweige denn ihren Inhalt… Mittlerweile komme ich aber ziemlich gut mit, sodass ich auch etwas mit meinen Notizen nach der Vorlesung anfangen kann, denn die Präsentationen der Vorlesenden werden meist nicht online gestellt. Auch die Prüfungen des ersten Semesters habe ich schon hinter mich gebracht, die fünf Minuten extra pro halbe Stunde Prüfungszeit für Erasmusstudenten brauchte ich aber eigentlich nie.

Auch außerhalb der Vorlesungen gibt es hier jede Menge zu tun. Die Studenten sind sehr engagiert, es gibt einen Zusammenhalt, den man oft in Filmen über amerikanische High Schools sehen kann. Wenn man nicht gerade das Handball- oder Fußballteam leitet oder einen anderen Sport macht, dann gibt es auch genügend andere Clubs, denen man beitreten kann: Team Poulain kümmert sich um die Fohlen, GTV um die Nutztiere, AVEF um Pferde, wobei sehr oft auch Konferenzen organisiert werden, welche ziemlich gut besucht sind. Generell gibt es hier mindestens eine Konferenz pro Woche, sei es über die Inkontinenz beim Hund, Klauenpflege beim Rind oder präventive Medizin. Aber auch nicht fachbezogene Clubs gibt es in Hülle und Fülle.

Des Weiteren hat gefühlt jeder einzelne Student einen Hund auf diesem Campus. Da mein Fenster zur Koppel und Hundewiese ausgerichtet ist, habe ich während den Mittagspausen mittlerweile fast alle Hundenamen der Stimme des Halters zuordnen und sämtliche Hundekommandos auf Französisch lernen können. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich „viens ici“ und „dépêche-toi“ besser verstehe als so mancher Vierbeiner...

Auch wenn es auf der Skifahrt täglich für jeden ein Baguette als „Pistenbrötchen“ gab, nach den Konferenzen das Buffet meist mit Brioche und Käse abgeschlossen wird und das Hauptgetränk bei den Feiern auf dem Campus Wein ist – Erasmus in Frankreich ist viel mehr als eine Hand voll Vorurteile.

Bei Fragen oder weiterem Informationsbedarf könnt ihr mich auch gerne selbst kontaktieren: sandra.bumich@vetagro-sup.fr

 

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 Erster Bericht aus dem Erasmusjahr an der VU WIEN


Logo der Veterinärmedizinischen Universität Wien

[21.10.2013]


"Nun studiere ich bereits seit drei Wochen an der Veterinärmedizinischen Universität Wien, hier also ein paar erste Eindrücke. Schon vor unserer Ankunft lief die Kommunikation mit der Uni unheimlich unkompliziert, freundlich und fix. Frau Schober, die hiesige Erasmus-Verantwortliche ist sehr engagiert und begrüßte uns am ersten Tag mit einem kleinen Willkommensgeschenk sowie allen Informationen, die wir für die ersten Unitage brauchten. Momentan sind wir zwei Erasmus-Studenten aus Leipzig und einige Mädels aus Gießen, die allerdings alle nur für ein Semester hier bleiben werden.

Der Campus der VU ist riesig und hat uns in den ersten Tagen fast ein bisschen erschlagen. Alles ist sehr modern ausgestattet, die Kliniken sind wesentlich größer, als wir es aus Leipzig kennen und trotzdem hat die Uni etwas gemütliches an sich. Wen immer man an der Uni anspricht weil man eine Frage hat, alle sind sehr hilfsbereit und bemüht, einem das Leben am Campus so schön wie möglich zu machen. Die Hochschülerschaft der Uni ist ebenfalls sehr engagiert und organisiert viele geniale Aktionen, wie zum Beispiel eine kostenlose Tollwut-Impfaktion für alle interessierten Studenten.

Das Semester ist hier nach einer Art Blocksystem eingeteilt. Wir haben nicht wie in Leipzig jede Woche Übungen in verschiedenen Fächern. Stattdessen haben wir momentan zum Beispiel einen Block in dem drei Wochen lang jeden Nachmittag eine Übung in Parasitologie stattfindet. Danach kommt dann der Virologie-Block usw.
Eigentlich ist das ganz angenehm, da am Vormittag meist die entsprechenden Vorlesungen zum Fach stattfinden. Man kann also relativ konzentriert an einem Fach arbeiten und erst wenn man damit fertig ist kommt halt das nächste. Die ersten Wochen über hatten wir noch recht viel freie Zeit zur Verfügung, weil die Wiener Studenten noch Übungen in Tierzucht und Genetik hatten, die wir natürlich nicht mehr belegen müssen.

Zusätzlich zum Studiengang Veterinärmedizin gibt es hier die Fächer Pferdewissenschaften und Wildtierökologie. Für jeden, der an einem der Studiengänge interessiert ist, besteht die Möglichkeit, Veranstaltungen aus den anderen Fächern mit zu belegen. Wer in diesen Fächern Prüfungen schreibt, bekommt dies sogar als ECTS-Punkte angerechnet und hat über das Normalmaß hinaus die Möglichkeit, sich zum Beispiel pferdespezifisch weiter zu bilden. Ich belege zum Beispiel momentan die Fächer "Pferdezucht und Gestütsmedizin", "Training, Leistungsphysiologie und Doping" sowie "Reitlehre und Pferdeausbildung". Außerdem gibt es Wahlveranstaltungen, die für Tiermediziner und Pferdewissenschaftler gemeinsam ausgerichtet werden, wie zum Beispiel einen Pferdeonkologie-Kurs oder ein Wochenende zur praktischen Reitausbildung. Zusätzlich veranstaltet die Uni in regelmäßigen Abständen am Wochenende freiwillige Pferdesymposien zu interessanten Themen rund um die Pferdemedizin. Natürlich gibt es zwischen den Veranstaltungen auch mal Überschneidungen, wer aber ein bisschen Eigeninitiative zeigt und sich ein bisschen selbsständig mit der Thematik befasst, der kann aus dem Pferdewissenschafts-Studiengang schon einiges mitnehmen.
Bei der Wildtierökologie sieht es sicher ähnlich aus, da habe ich nur einfach aufgrund von persönlichen Interessen weniger Einblick.

Zu Wien an sich bleibt zu sagen, dass es halt leider nicht ganz billig ist, hier zu leben. Die Stadt ist zwar wahnsinnig schön, die Wohnpreise sind aber schon recht ... ambitioniert?! ;-)
Ich wohne hier momentan im Wohnheim, habe so mit das billigste abgegriffen was möglich war und zahle immer noch 360 € Miete. Dafür wird einem allerdings auch einiges geboten - zum Beispiel der zweiwöchentliche Zimmerservice, der in jedem Wohnheim die Zimmer reinigt, ob man will oder nicht... ;-) Sonstige Lebenshaltungskosten sind ebenfalls teurer als in Leipzig, allerdings auch nicht völlig unbezahlbar. Außerdem ist es durch das Blocksystem relativ gut möglich, neben dem Studium nennenswert zu arbeiten. Studentenjobs werden hier gut bezahlt und dadurch, das man halt eigentlich immer nur ein Fach auf einmal lernen und für die Veranstaltungen vorbereiten muss, hält sich das alles im machbaren Rahmen.

In Wien und Umgebung gibt es unheimlich vieles zu sehen und es lohnt sich auf jeden Fall, die Wochenenden auch mal rund um die Hauptstadt zu verbringen. Bis in die Alpen sind es etwa 200 km, bis ans Mittelmeer ist es auch nicht mehr unendlich weit und den wunderschönen Wiener Wald hat man sogar direkt vor der Tür. Außerdem bietet die Stadt selbst unheimlich vieles, angefangen beim Wiener Zoo bis hin zu unzähligen Kunstgalerien, Theatern etc.

Die ersten Wochen in Österreich waren schon einmal wunderbar und bisher kann ich die VU Wien nur jedem für einen Auslandsaufenthalt weiter empfehlen.
Ich melde mich dann mal wieder nach den ersten Prüfungen, in der Hoffnung, dass dann immer noch alles so gut läuft... ;-)

Liebe Grüße aus Wien,
Lena (Matrikel 11)  ......................."

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