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Inlands- /Auslandsförderung: Zielgruppen und Zielsetzungen

  ALLGEMEINE INLANDSFÖRDERUNG


 = Förderung im Inland (Deutschland); Studienort und Wohnsitz in Deutschland

Die Zielsetzungen von Stipendien sind natürlich grundlegend die Förderung und Finanzierung von definierten Gruppen an Studenten.Diese Gruppe wird durch die Voraussetzungen für eine Förderung durch die jeweilige Stiftung/ den Förderer festgelegt. Zumeist wird sich auf eine bestimmte Hauptausrichtung festgelegt und Randkriterien bestimmt; eine Kombination ist natürlich auch möglich.

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Zu den typischen Hauptkriterien/ Randkritieren bekannter Stipendiengeber gehören:

  1. Leistungen im Abitur/ Studium/ einzelner Studienabschnitte: Die Leistungen müssen zumeist über dem Durchschnitt liegen bzw. bestimmte Quotenanteile des jeweiligen Studienjahres erfüllen (z.B. „Der Student sollte unter den besten 10% seines Jahrganges sein.“) Ist dies ein Hauptkriterium des Förderers, geht es zumeist um eine Elitenförderung. In den vergangenen Jahren fiel dieses zunehmend als Randkriterium an und wurde Kontext mit dem Ausbildungsverlauf sowie dem Engagement betrachtet.
  2. Soziale Bedürftigkeit: Die soziale Bedürftigkeit ist durch verschiedene Faktoren (v.a. familiärer Hintergrund, Ausbildungsverlauf, Lebensereignisse) gegeben und wird sehr individuell betrachtet.
  3. Soziales Engagement: Das Engagement in der Politik, an der Hochschule oder in der Gesellschaft hat enorm an Gewicht gewonnen und ist für jede Bewerbung von großer Bedeutung geworden. Das Engagement wird immer als deutlicher Faktor in Beziehung mit den Leistungen gesetzt.
  4. Politische Ausrichtung: Viele Förderer wollen eine bestimmte politische Ausrichtung fördern und bestärken. Manche Stiftungen geben damit eine genaue politische Orientierung vor, zu der sich der Stipendiat bekennen und mit deren Grundsätzen dieser einverstanden sein sollte. Des Öfteren wird aber auch nur die politische Aktivierbarkeit des Studentens beurteilt.
  5. Religiöse Zugehörigkeit: Die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Glaubensgemeinschaft ist zumeist eine unerlässliche Voraussetzung für religiöse Förderer (z.B. Cusanuswerk).
  6. Kulturelle Herkunft: Der kulturelle Hintergrund eines Studenten kann oft zu einem Problem im Ausbildungsverlauf werden (z.B. Diskriminierung, Sprachprobleme, kulturelle Zerrissenheit). Um auch in diesem Bereich für Gleichberechtigung in Deutschland zu sorgen, fördern viele Stiftungen ausschließlich Ausländer bzw. Bürger mit Migrationshintergrund. Der Migrationshintergrund in Relation zu der Entwicklung ist damit der Hauptfaktor.

 

Neben diesen vorherrschenden Kriterien wird das Profil des Bewerbers zumeist durch den Familienstand, dem Alter, dem Geschlecht oder dem individuellen Ausbildungsverlauf genauer definiert. Somit kann ein Stipendium eine breite Masse an Studenten, aber auch ganz definierte Gruppen erfassen und fördern. Die Chancen auf ein Stipendium stehen somit in Relation zwischen den Bewerbungsvorgaben und dem eigenen Profil, welches man natürlich auch bewusst durch seine Zusatz-/Grundausbildung formen kann.

 


 ALLGEMEINE AUSLANDSFÖRDERUNG


Förderung außerhalb Deutschland bzw. Förderung für Deutschland für ausländische Bewerber



Interne Auslandsförderung

Zumeist besteht bei einem Vollstipendium die Möglichkeit, auf Antrag bei der Stiftung für ein spezifisches Auslandsvorhaben eine Zusatzförderung zu erhalten. Dieser Antrag umfasst eine Zulassung, eine Kostenaufstellung und oft auch eine gutachtliche Stellungnahme eines Fachdozentens.

 

Externe Auslandsförderung

Neben der Zusatzförderung für Auslandsaufenthalte, gibt es auch direkt Stipendien für Auslandsvorhaben. Für diese kann man sich bewerben.(Für Stipendiaten gilt allerdings: Die Vereinbarkeit sollte generell besprochen werden.)

Externe Auslandsförderung/ Auslandsstipendien geben ebenfalls bestimmte Hauptkriterien vor, sezifiziert durch zusätzliche Randkriterien (vgl. Inlandsförderung). Hier wird die Vergabe allerdings mehr durch die Grundzüge des Auslandsvorhabens bestimmt:

  • Art der Auslandsförderung: Auslandsstudium, Auslandssemester, Auslandspraktika, Auslandskurs
  •  Dauer der Förderung: 1 Woche bis mehrere Jahre
  • Art der Förderung: Studiengebühren, monatliche Finanzierung des Lebensunterhaltes, Reisekostenpauschale, Vermittlung von Praktika-Stellen mit Vollfinanzierung
  • Fachbereich: Geistes-/Sozialwissenschaften, Naturwissenschaften, Medizin, Jura etc.
  • Ort: USA, Europa, Asien etc.
  •  Staatsangehörigkeit
  • Zusatzkriterien: Motivation, Begründung, Leistungen

Deutscher Akademischer Austauschdienst

Diese Vorgaben beschränken von Anfang an die Masse an Studenten und sind dadurch zumeist einfacher zu bekommen. In Deutschland ist gerade der DAAD einer der Haupt-Auslandsstipendiengeber.

 


 ARTEN DER AUSLANDSFÖRDERUNG - AUFENTHALT IM AUSLAND



 


AUSLANDSSEMESTER - Auslandsstudium


 

Ein Auslandsemester, sprich ein Studium für eine Dauer von mindestens 6 Monaten an einer ausländischen Hochschule, bringt viele Vorteile mit sich. Die Mobilität zeigt Flexibilität; der Auslandsaufenthalt fördert die Sprachentwicklung, die internationale Vernetzung und auch ganz einfach frischen Wind in einen Studium. Für ein Auslandsstudium befinden sich an den Universitäten sogenannte Beauftragte vor (Erasmusbeauftragte, Studienberater), mit welchen man das Auslandsstudium planen und organisieren. Das Hauptziel ist natürlich, das Auslandssemester-Jahr so in das aktuelle Studium einzubetten und zu gestalten, dass es nicht zu einer Studienzeit-Verlängerung kommt. Dies erfordert eine genaue Abwägung und einen guten Informationsaustausch zwischen Heimat- und Partneruniversität über die Studienstrukturen und zu erbringenden Studienleistungen.

 


AUSLANDSPRAKTIKUM


ERASMUS-Praktikum

Die Europäische Union fördert studienbezogene Auslandspraktika in Europa (28 Mitgliedsstaaten sowie Türkei, Norwegen, Island, Liechtenstein, Schweiz) durch das ERASMUS-Programm.

Leistungen

  • monatliches Stipendium: ca. 300,00 € regulär | 100,00 € bei Praktikumsentgelten von mehr als 200,00 € monatlich (abhängig von den jährlich bereitgestellten Mitteln der Europäischen Union)
  • Förderdauer von 3 bis 12 Monaten
  • Anfangs- und Endzeitpunkt des Praktikums frei wählbar
  • Unterstützung freiwilliger und obligatorischer Praktika 
  • Praktikum an selbstgewählter Einrichtung

Beratungskontakte, Teilnahmebedingungen und Bewerbung unter http://uni-l.de/erasmus-praktikum

 

PROMOS-Auslandspraktikum

PROMOS-Stipendien werden für eine Dauer von 6 Wochen bis 6 Monaten vergeben und gelten weltweit. Auslandpraktika in der ERASMUS-Region sind in der Regel ausgeschlossen. Ausnahmen gelten jedoch, wenn die Studierenden bereits die einmalige ERASMUS-Förderung für Auslandspraktika erhalten haben

Leistungen, Teilnahmebedingungen und Bewerbung unter Promos-Auslandspraktikum

 

Auslandspraktikum mit AuslandsBAföG

Das AuslandsBAföG können Sie in Anspruch nehmen, wenn es sich bei Ihrem Praktikum um ein Pflichtpraktikum handelt, es mindestens 3 Monate dauert und Sie die anderen Voraussetzungen des BAföGs erfüllen.

Leistungen, Teilnahmebedingungen und Bewerbung unter Auslands-BAföG



Bewerbung für Erasmus-Semester oder Praktikum


Du möchtest dich für einen Studienplatz oder Praktikumsplatz bewerben? Dann fülle das folgende Formular aus und melde dich bei Prof. Dr. Coenen.

 


Dauer der Förderung


Die Dauer eines Stipendiums wird vom Förderer selbst festgelegt und ist von den finanziellen Mitteln, der Größe und den Vorstellungen der Institution abhängig. Grundlegend ist es das Ziel ein gesamtes Studium oder einen Studienabschnitt zu fördern. Beispielsweise gibt es Stipendien speziell zugeschnitten auf Bachelor-/Masterstudiengänge oder auch bei noch bestehenden Diplom-/Staatsexamensstudiengänge zumeist für das Hauptstudium; im letzteren Falle gilt die Abschlussnote des Grundstudiums oft als wesentliches Kriterium. Die Förderung kann allerdings immer wieder evaluiert werden. Auf Basis erbrachter Studienleistungen bzw. der Hauptkriterien, wirdnach einer definiertenZeit(z.B. nach 3 Semestern) erneut beurteilt und über eine Weiterförderung entschieden. Gutachtliche Hilfestellung erfolgt hierbei oft durch fachliche Dozenten. Die Dauer und das Weiterforderungskonzept sind vom Förderer stiftungsabhängig definiert.

 


Verpflichtungen der Stipendiaten


Erhält ein Student ein Stipendium und nimmt damit den Status des „Stipendiaten“ des jeweiligen Förderers an, werden zumeist bestimmte Reglements auferlegt. Zu Beginn werden oft Verträge signiert. Diese dienen dem Stipendiaten als Leit-/Richtlinie dienen, was für Verpflichtungen dieser während der Förderung zu erfüllen hat.

Grundzüge dieser Regelungen sind zumeist die Offenlegung der Finanzen für die Stipendienberechnung, oder aber auch der Pflicht nachzukommen, Änderungen umgehend zu melden, andere Stipendien nur nach Rücksprache und Abstimmung in Anspruch zu nehmen, damit eben eine grundlegende Doppelförderung auszuschließen und vieles mehr. Bei Missachtung kann dies zum Ausschluss aus der Förderung und Rückzahlung der erbrachten Leistungen führen.

Doch dies soll keine Angst bereiten. Man geht mindestens genauso, wenn nicht noch mehr Verpflichtungen bei der in Anspruchnahme von BAFÖG ein. Neben diesen bürokratischen Aspekten werden Stipendiaten oft dazu verpflichtet einmal pro Semester einen Bericht nach Vorgaben anzufertigen, sowie Leistungsnachweise und Immatrikulationsbescheinigungen zu übersenden. Zusätzlich erhalten sie oft eine Betreuung am Studienort in Form eines Vertrauensdozenten, der neben der Beratung auch als Vertreter und Ansprechpartner der Stiftung fungiert.

 


Mehrere Stipendien – Ist das möglich? 


JA – Die Antwort auf diese Frage muss man allerdings mit Vorsicht genießen und mit den Förderern abstimmen. Offenheit und Ehrlichkeit ist in diesem Falle ein absoluter Pluspunkt. Eine materielle Doppelförderung wird meistens untersagt, doch verschiedene ideelle Förderungen machen den Stipendiaten auch für andere Stiftungen wertvoller.

Im Allgemeinen gilt:

Man darf nur eine materielle Förderung erhalten,

ideelle Förderungen können (in der Regel nach Absprache) mehrere bezogen werden.

 

Beispiel: E-Fellows.net Online Stipendium + Stipendium von einem der 12 Förderwerke des BMBFs