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In wenigen Schritten zum Auslandsaufenthalt...

 

Ein Semester im Ausland oder ein Auslandspraktikum – Ein guter Gedanke, der fast jedem Studenten im Laufe seiner akademischen Ausbildung mindetens einmal in den Sinn kommt. Zumeist scheitert die Verwirklichung dieses Vorhaben an dem langen Weg der Organisation. Doch dies muss nicht sein!

Im Folgenden soll ein kleiner Leitfaden für eine gute Organisation geboten werden:


1.    Ungefähr 12 Monate vor dem geplanten Auslandsaufenhtalt sollte mit der Planung begonnen werden.

Zeitliche Abschätzung der Organisation: In der Regel sollte die Organisation bereits 12 Monate vor dem gewünschten Termin begonnen werden. Die Dauer der Bürokratie an den Hochschulen, bei öffentlichen Ämtern oder der Visa-Beantragung sollte nicht unterschätzt werden. Hierbei gilt: Je früher, umso besser!

 

2.    Grundprofil des Auslandsvorhaben erstellen: Wann, Wohin, Warum und besondere Voraussetzungen?

Das Wichtigste für ein Auslandsvorhaben ist natürlich die Vorstellung davon, wohin es gehen soll. Das Land und die Universität, gegebenenfalls die Institution oder Klinik, bestimmen alle weiteren Schritte, Voraussetzungen und auch besondere Regelungen. Diese Regelungen und Voraussetzungen betreffen oft Studienstand (z.B. vorklinisch, klinisch), Sprachnachweise oder Visumsangelegenheiten.

Am besten erstellt man sich ein eigenes Profil und betreibt zunächst Recherche über die Homepage der Heimat- und Auslandsuniversität/ Instiution/ Klinik. Zuständige Ansprechpartner werden sich diesbezüglich auch genügend auffinden lassen.

Personendaten:

 

Max Mustermann

X. Semester

Studium der XX

 

 

 

Auslandsvorhaben:

Details zu deinem Vorhaben

 

 

 

Art:

Auslandsstudium/ Auslandspraktikum

Forschungsprojekt

 

 

Wann?

 

Studienjahr/ Semester

Zeitraum

 

 

Von Wo nach Wo?

Heimatuniversität

Auslandsuniversität

 

 

Warum? Welche Ziele?

Spracherwerb, Schwerpunkte, Auslandserfahrung etc.

 

(Eventuell relevant im Rahmen von Stipendium/Finanzierung)

 

 

 

 

Besondere Nachweise/ Regelungen

Sprachnachweise, Visumsangelegenheiten, Studienabschnitt, vorausgesetzte Prüfungsleistungen usw.

 

 

3.  Informationen einholen – Spezielle Ansprechpartner/ Beauftragte kontaktieren und die Durchführung ankurbeln.

Bei einem Auslandsstudium sind Hochschule und Ort besonders entscheidend. Es gibt zwei Möglichkeiten ein Auslandsstudium zu arrangieren:

1.    Der erste und einfachere Weg ist über eine Universitäts-Kooperation. Durch eine Zusammenarbeit der Heimatuniversität mit einer Partnerhochschule kann man im Ausland studieren. Für viele tiermedizinischen Hochschulen bzw. Fakultäten in Europa (und manchen Drittländern) bestehen über Erasmus besondere Austauschkooperationen, die es den Studenten ermöglichen dort für einen Zeitraum zu studieren (1 – 2 Semester). Diese Zusammenarbeit bringt viele Vorteile; gerade in der Organisation und der Anerkennung von Leistungen sind diese Kooperationen zumeist sehr detailiert ausgefeilt.

Für dieses Programm ist es essentiell, die/ den jeweils Beauftragte_n der Fakultät (VMF: Frau Dr. Uta Delling) zu kontaktieren, da diese als Vermittler und Organisatoren fungieren.

2.    Der zweite und mit wesentlich mehr Aufwand verbundene Weg ist sich eine beliebige Hochschule auszusuchen und zwischen Heimat- und Fremduniversität zu vermitteln. Durch Kontaktierung der zuständigen Stellen (Auslandamt/ International Offices) beider Universitäten muss man selbstständig Informationen einholen und eine „Individualkooperation“ erstellen. Leicht ist dieses Vorhaben nicht und man ist auf Email-, Brief- & Telefonverkehr angewiesen. Allerdings lässt dieses Verfahren auch viel mehr Freiheit, Kreativität und Gestaltungsmöglichkeiten für den Studenten. Auch Leistungsnachweise müssen in diesem Rahmen zuvor mit dem Prüfungsamt auf Anerkennung überprüft werden. Durch fehlende Kooperationen müssen von dem Gaststudenten oft auch Studiengebühren (Stipendium?) bezahlt werden; diese bitte vor weiterer Organisation einholen.

 

4.    Finanzierung – Finanzplan erstellen:

Auf Basis der Vorgehensweise (Kooperationsuniversität oder Fremduniversität durch Eigenorganisation) sollte man sich selbst, so früh wie möglich, einen Finanzplan erstellen und die potentiellen Kosten aufstellen (Studiengebühren, Lebenshaltungskosten, Versicherungen, Unterkunft, Reisekosten, zusätzliche Kosten wie z.B. OPNV vor Ort). Die Finanzierung sollte gesichert werden können, sonst ist jede weitere Durchführung nicht realistisch. Kann man dieses Vorhaben nicht durch private Mittel bezahlen, sollte man sich um die parallele Bewerbung für Stipendien bemühen (Siehe auch „Leitfaden zum Stipendium“).

 

Merke: Erasmus bietet für das Auslandsemester an einer Kooperations-Universität ein monatliches Stipendium. Andere Stiftungen und Förderer vergeben speziell für Auslandsvorhaben Stipendien, auf welche man sich mit einem detailierten Antrag bewerben kann. Ebenfalls kann auch eine Finanzierung durch Auslands-BAFÖG erfolgen. Weitere Informationen können über Folgerubriken oder dem Auslandsamt der Universität Leipzig eingeholt werden.

 

 

5.  Unterlagen und Nachweise sammeln, mit den Ansprechpartner zusammenarbeiten und Anweisungen befolgen

Ist der Stein einmal ins Rollen gebracht, muss man diesen in Bewegung halten. Eine gute Zusammenarbeit, sowie Abstimmung und Zuarbeit ist essentiell.

Klassische Unterlagen und Nachweise, die man in der Regel für einen Auslandsaufenhalt bereit halten sollte, sind folgende:

-       Lebenslauf / Curriculum Vitate

-       Aktueller Notenspiegel / Transcript of Records

-       Finanzierungplan – Bestätigung bei Stipendiengebern

-       Immatrikulationsbescheinigung

-       Reisepass

-       Studentenausweise / internationaler Studentenausweis

-       Impfpass (USA: Tb-Nachweis)

 

6.    Vereinbarung/ Bürokratie erledigt – Finalen Schritte:

  • Bewerbung um zusätzliche Förderung – Stipendien/ Ausschreibungen
  • Unterkunft organisieren – Student Dorms / private Vermietungen /Zwischenmiete (wg-gesucht.de; airbnb.com)
  • Identifikations-/ Gesundheitsunterlagen bündeln – Impfass, besondere Impfungen, Reisepass, Personalausweis, internationaler Fahrausweis
  • Umzug/ Transfer 
  • Reisekosten