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Geschichte der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig

 

 

Im Jahre 1774 Errichtung einer privaten tierärztlichen Lehranstalt in Dresden durch Oberrossarzt Dr. Christian Friedrich WEBER. Nach dessen Tod am 2. November 1778 Ankauf der Lehranstalt und Unterstellung unter das Oberstallamt.

1780 - 1817 Tierarzneischule Dresden unter dem Oberstallamt

1817 - 1856 Tierarzneischule Dresden unter Vereinigung mit der Chirurgisch-medicinischen Akademie Dresden

Im Jahre 1902 wird die Forderung der Reifeprüfung als Voraussetzung für das Studium durchgesetzt, am 17. Nov. 1903 tritt die Habilitationsordnung in Kraft.

1857 - 1903 Tierarzneischule, ab 1889 Tierärztliche Hochschule Dresden unter der „Commission für das Veterinärwesen"

1903 - 1923 Tierärztliche Hochschule Dresden unter Rektor und Senat

Im Jahre 1907 Zustimmung zu einer Promotionsordnung zur „Erlangung der veterinärmedizinischen Doktorwürde".

1923 - 1968 Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Leipzig: Eingliederung der Tierärztlichen Hochschule Dresden als Veterinärmedizinische Fakultät in die Universität Leipzig.

1968 - 1990 Sektion Tierproduktion und Veterinärmedizin der Karl-Marx-Universität Leipzig

Im Oktober 1968 wurde die Veterinärmedizinische Fakultät mit Teilen der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät (als Folge der III. Hochschulreform) zur Sektion Tierproduktion und Veterinärmedizin vereinigt.

1990 Wiederbegründung der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig

Auf der Grundlage des Entscheids des Akademischen Senats der Universität Leipzig vom 29. Mai 1990 wird die Veterinärmedizinische Fakultät am 1. Juli 1990 wiederbegründet.

 

1990 wurde derFreundeskreis Tiermedizin der Veterinärmedizinischen Fakultät Leipzig e.V. gegründet, der sich sehr um die Entwicklung der Fakultät verdient gemacht hat. Die gesamte Veterinärmedizinische Fakultät wurde 1991 durch den Wissenschaftsrat der Bundesrepublik Deutschland mit einem positiven Ergebnis evaluiert. Personalkommissionen hatten zu prüfen, welche Hochschullehrer und Mitarbeiter die erforderlichen Voraussetzungen für eine weitere Beschäftigung erfüllten. In den neunziger Jahren unterstützte insbesondere die Tierärztliche Hochschule Hannover die Entwicklung der Fakultät nachhaltig.

 

Nach der Wiedervereinigung bestand ein hoher Bedarf an Bauerhaltungsmaßnahmen und ergänzenden Instituts- und Klinikneubauten. In den folgenden Jahren entstanden mehrere neue Bauten: die Klinik für Kleintiere, der Südflügel der Medizinischen Tierklinik, ein Institutsgebäude für die Institute Lebensmittelhygiene,  Tierhygiene und Öffentliches Veterinärwesen und das Veterinär-Physiologisch-Chemische Institut, ein Versorgungsgebäude und das Primatenhaus sowie ein neues Hörsaal-Bibliotheks-Mensa-Gebäude, das im Jubiläumsjahr 2009 fertig war. Auch auf dem Lehr- und Versuchsgut Oberholz wurden neue Stallgebäude und Räumlichkeiten für Praktikanten und für die Veterinärmedizinhistorische Sammlung der Fakultät errichtet.


In den Jahren 1998 und 2008 wurde die Fakultät sehr erfolgreich durch die European Association of Establishments for Veterinary Education evaluiert.


Im Jahre 2007 hat die Fakultät die „Neue Lehre“ etabliert. Die Ausbildung wird nun zum großen Teil in organbezogenen Modulen gelehrt und studienbegleitend geprüft. Im 9. und 10. Semester folgt ein „Praktisches Jahr“, in dem die Studenten intensiver als bisher in die klinische Arbeit einbezogen werden.


2007 sind in der Fakultät das Universitätstierklinikum und folgende Zentren geschaffen worden:

Zentrum für Veterinärmedizinische Grundlagenwissenschaften

Zentrum für Pathologie und Anatomie

Zentrum für Infektionsmedizin

Zentrum für Veterinary Public Healt

Universitätstierklinikum


Als großer Erfolg der Fakultät ist der in Zusammenarbeit mit der Leipziger Messe und den Landestierärztekammern der neuen Bundesländer durchgeführte Leipziger Tierärztekongress zu werten.

Weitere Einzelheiten zur Geschichte der Fakultät finden Sie unter Zur Geschichte der Universität Leipzig 1409 - 2009 .